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22.03.2011 07:32
Wenn der Mensch den Menschen braucht – 20 Jahre Ambrosia-Bestattungen
Geborgenheit, Verständnis und Begleitung für Trauernde, die Erfüllung möglichst aller Wünsche und Anliegen für eine Bestattung sowie die Abschiednahme in liebevollem und würdigem Rahmen – dies sind die täglichen, immer wieder vertrauens- und verantwortungsvollen Aufgaben von Ambrosia-Bestattungen. Das negative Erleben einer Trauerfeier in der eigenen Familie wurde zur Grundidee der beruflichen Neuorientierung nach der Wende. Anders als heute befand sich Karl-Marx-Stadt 1988 in einer Ausnahmesituation. Junge Menschen tummelten sich zum Pionierfest auf den Straßen der Stadt, Blumen wurden zu Winkelementen und Gaststätten zu Versorgungsstützpunkten für Junge Pioniere erklärt. Da war der würdevolle Abschied des Einzelnen nicht ohne Schwierigkeiten möglich.
Das kann man besser machen, wurde die wichtigste Zielstellung zur Firmengründung 1991. Einraumwohnung und Trabant, uneigennützige finanzielle Hilfe sehr guter Freunde aus dem persönlichen Umfeld, die eigene Kraft wurden das wichtigste Startkapital des Familienunternehmens von Edith und Frank Blumstein. Umfangreiches Fachwissen hatte Frank Blumstein in seiner Gesellenzeit bei einem privaten Nürnberger Bestatter erworben und nach diesen Jahren vor der Handwerkskammer bewiesen zur Anerkennung als vom Handwerk geprüften Bestatter. Kaufmännische und logistische Führungskraft war in den Anfangsjahren Edith Blumstein. Geschäftsräume wurden endlich in einem alten baufälligen Haus in der Zwickauer Straße gefunden, wo ein alter Ford Granada als erstes Bestattungsfahrzeug der Firma Ambrosia-Bestattungen in ansprechender goldbrauner Lackierung, dem äußeren Markenzeichen bis heute, stand.
Bei der Trauerrede 1988 hatten sich beide manches Mal gefragt, ob von dem Menschen die Rede war, den sie kannten. Gerade deshalb legten Edith und Frank Blumstein von Beginn an viel Wert auf die Individualität jeder einzelnen Trauerrede, deren Inhalt das Leben selbst vorgibt. Von Optimismus und dem unbedingten Willen getragen vom ersten Tag an ein zuverlässiger Partner den Menschen zu sein, die ihr Vertrauen Ambrosia-Bestattungen schenken, erzählen die Geschichten der vergangenen 20 Jahre, von großem persönlichem Einsatz, der die Chemnitzer Existenzgründung begleitete.
Die erste Riege der stets einsatzbereiten Mitarbeiter ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Dankbarkeit, mehr noch, freundschaftliche Verbundenheit ist geblieben. Frank Blumstein ist es mit seinen Mitarbeitern immer wieder aufs Neue eine Herausforderung, im Wissen um die unterschiedlichen Bestattungsrituale der Religionen den würdigen Rahmen des Abschieds zu gestalten.
Der Umgang mit Tod, Trauer und Bestattung wird auch nach zwei Jahrzehnten nicht zur alltäglichen Routine. Oft sind da einzigartige Einblicke in Chemnitzer Lebensgeschichten, die ganz individuell, aufmerksam und verantwortungsvoll aufgenommen und auf Wunsch in sehr persönlichen Trauerreden festgehalten werden.
Achtung vor gelebtem Leben prägen noch immer die Worte von Edith und Frank Blumstein. Eine kostenfreie Trauerbegleitung sowie die Organisation von regelmäßigen Treffen mit Hinterbliebenen, welche mit viel Ideenreichtum seit 1993 von Edith Blumstein organisiert werden, sind dabei fester Bestandteil der Arbeit von Ambrosia-Bestattungen und werden gern angenommen. Zurück ins Leben zu finden ist dabei der Grundgedanke, wenn Erlebnisse der unterschiedlichsten Art geschaffen werden.
Darüber hinaus bestimmt neben dem würdigen und verständnisvollen Umgang mit Angehörigen auch die Verantwortung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die tägliche Arbeit, denn sie sind es, die sich in den mittlerweile acht Beratungsstellen in einem sowohl emotionalen, als auch hinsichtlich ihrer Aufgaben in einem sehr anspruchsvollen Berufsfeld befinden.
Als Chemnitzer auch Verantwortung für Chemnitz zu tragen ist Frank Blumstein wichtig. 1957 in Karl-Marx-Stadt geboren, setzt er sich als langjähriger Vorsitzender des Bürgervereins FUER CHEMNITZ e.V. stets für ein lebens- und liebenswertes Chemnitz ein. Als parteiloser Bürger seiner Heimatstadt und Chemnitzer Unternehmer liegt ihm viel an der Entwicklung seiner Stadt.
Die alljährliche Verleihung des Friedenspreises am 5. März war eine Idee des Bürgervereines, wie auch die Anlage des preisgekrönten Rosengarten, der aufruft zum „Wurzeln schlagen in Chemnitz“. Die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen des Richard-Hartmann-Jahres, der Kampf um den Erhalt der Vielfalt der Kulturlandschaft (Opernhaus, Städtische Musikschule u.v.m.) sind nur einige Beispiele aus der umfangeichen Vereinsarbeit der letzten Jahre. Es sind auch diese ehrenamtlichen Aufgaben, die Frank Blumstein ausfüllen.
Statt großer Firmenfeier lieber eine Fahrt mit Kindern und Jugendlichen des Kammerorchesters der Städtischen Musikschule nach Frankreich, das ist in diesem besonderen Firmenjahr die Idee, erneut etwas zurückzugeben von dem, was erreicht wurde. Einen großen Teil der Kosten übernimmt Frank Blumstein als Inhaber von Ambrosia-Bestattungen, damit alle Orchestermitglieder auch teilnehmen können. Erneut sollen so junge Musiker die Gelegenheit finden, das Elsass kennen zu lernen. Am Vorabend des französischen Nationalfeiertages werden sie Barr, die Geburtsstadt Richard Hartmanns mit einem musikalischen Gruß aus Chemnitz verzaubern – ein weiterer kleiner Beitrag für ein gelebtes Miteinander in einem friedlichen Europa.
Wenn der Mensch den Menschen braucht, seit 20 Jahren das Motto von Ambrosia-Bestattungen, wird auch die Arbeit der kommenden Jahre bestimmen. So wie die Firma noch immer vor allem auf Partner der Region vertraut, bleibt, dass Chemnitzer dem Chemnitzer Unternehmen Ambrosia-Bestattungen auch zukünftig ihr Vertrauen schenken.

